Die „Off Broadway“ Szene der Gewerbetreibenden in Linz

Bei allem Verständnis für die Belange der Polizei, für Durchfahrtsbreiten, Zufahrtberechtigungen und so weiter, muss man doch erkennen, dass es sich bei den Betrieben abseits der Landstraße um junge und auch traditionelle Linzer Betriebe handelt. Neue Ideen, Start Ups und Vertrautes finden nur hier statt. Entlang der Landstraße dominieren fast nur die bekannten Filialen der Konzerne, aber auch die Landstraße schwächelt.

Jüngst mehren sich die Vorfälle von Abmahnungen und Strafen für Unternehmer, die Ihre Betriebe nicht nur bis 9:30 Uhr beliefern können, zum Beispiel wenn es die Hofstettner Brauerei nicht rechtzeitig aus dem schneeverwehten St. Martin auf die Spittelwiese schafft, dann wartet mit Sicherheit schon ein, meist nicht freundliches, Organ auf den Bierwagen, dann ist Cash Zeit.

Ein Eyecatcher, Tischchen, Blumenkorb in der Fuzo ist nicht erlaubt, ein Fahrrad vor dem Laden mit Blumen in einem Korb wird nicht als Fahrrad anerkannt, weil keiner damit herumfährt.

Die Frage ist schon, sind die Wachkörper freiwillig scharf, steckt System dahinter, oder könnte man doch ein (betriebs-)freundlicheres Klima schaffen.

Es gibt eine junge Meisterszene, Meisterstraßen, Anbieter von Dienstleistungen aller Art, aber wer stellt ihnen leistbare Geschäftsflächen in der Stadt zur Verfügung?

Ein Appell an die Eigentümer der Häuser – wem gehört die Landstraße und die Nebenstraßen? Es wäre leicht im Grundbuch festzustellen. Ein diesbezüglicher Apell an die OÖN verlief fruchtlos, wahrscheinlich wollte man sich keine potentiellen Inserenten verprellen.

Bürgermeister, Stadtrat, Gemeinderat sind gefordert, ein betriebsansiedlungsfreundliches Klima zu schaffen, ich denke sie wollen das auch, das ist schließlich reine Sachpolitik.

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